Kiais und Einläufe

Um kurz nach 16:30 Uhr fuhren wir (Rolf, Anton, Nikita & ich) am Freitag an unserer Halle los. In Bebra holten wir Daniel am Bahnhof ab und danach Volker bei sich daheim. Mit der kleinen ĂĽblichen MC Donalds-Pause kamen wir, ohne uns ernsthaft zu Verfahren (Premiere!), um kurz vor 21:30 Uhr an unserem Etap-Hotel an, Rolf und Daniel fuhren zu Josi, um dort zu ĂĽbernachten. Volker, Nikita, Anton & ich bezogen unsere Zimmer, ich machte mich sofort Bettfertig und legte mich hin, ich war noch platt von der Arbeit.

Um 9:15 Uhr klingelte der Wecker, kurz vorher hat es noch geklopft: Die Zimmermädchen (oder wohl eher Damen). Auf ein „Jahaaa“, im Halbschlaf gemurmelt, kam ein: „Oh Entschuldigung, wir kommen später wieder!“, zurück. Das nächste Mal hängen wir gleich das „Bitte nicht stören“-Schild auf…

Nach dem super Etap-Hotel-Frühstück kamen Rolf, Daniel & Josi um uns abzuholen und zur Halle zu fahren. Anton und ich besuchten erstmal in aller Ruhe das stille Örtchen. Danach setzten wir uns auf die Tribüne und schauten den Kumite-Kämpfen zu, die schon im vollen Gange waren. Anton lernte & Nikita las. Dann kam Daniel an die Reihe, leider flog er schon nach dem ersten Kampf raus. Bei uns sollte es erst um 13:30 Uhr mit der Disziplin „Kata Einzel“ losgehen.

In der Umkleide kam dann auf einmal Nikita mit der Frage: „Wo sind eigentlich die Kiais bei den Katas?“ – „Wuhahaha!“ war die Antwort. Dann verhaspelte er sich noch ein paar Mal bei einigen Katas – dass Desaster schien perfekt. Doch es lief größtenteils gut in den Vorrunden der Disziplin „Kata Einzel“: Anton gewann einmal, flog danach raus, Daniel gewann zweimal, flog dann allerdings auch raus und Nikita & ich schafften drei Siege und waren somit im Finale. Beim „Kata-Team“ gleich darauf dann die Krönung. Den Einlauf haben wir schon Hunderttausendmahl gemacht. Wir liefen ein, standen am Rand der Kampffläche, verbeugten uns, ich will losgehen, setz meinen Fuß auf die Kampffläche, genauso wie Nikita. Da seh’ ich im Augenwinkel, das Anton stehen bleibt, zieh meinen Fuß wieder zurück, Nikita bekommt es nicht mit, läuft seine 3 Schritte weiter, steht vorne alleine auf der Kampffläche, Anton dreht sich zu mir und sagt: „Ach egal.“, und geht auch los, ich hinterher. Peinlich…
5 Teams traten an, wir waren an 4ter Stelle und 3 kamen weiter ins Finale. Wir waren darunter.

Danach wurden wir alle aus der Halle geschickt, denn die Veranstalter wollten einiges für das Finale umbauen. Die Halle ist in einem älteren Gemäuer, aufgebaut wie eine Burg, man vermutet von außen keine große Turnhalle darin. Essen gab’s im Burghof, bei super Sonnenschein aß ich mein Nackensteak mit Pommes (hatte danach zwar immer noch Hunger, aber egal) & gleich darauf ein Eis, zwei kleine Kugeln. Volker aß gleich 12 Kugeln (so sah es zumindest aus, er meinte, es seien nur 4 gewesen, aber er sagt ja auch, er würde Salat essen). Aber ihm zu Liebe behalten wir das mal für uns.

Das Finale lief für uns ganz gut: Nikita machte den 2ten Platz im Kata Einzel, ich den 3ten. Leider konnten wir unseren Titel im Team nicht verteidigen und mussten einen Platz tiefer rutschen. So müssen wir uns nun mit dem Titel „Deutsche Vizemeister“ begnügen ;-)
Das Finale lief für uns ganz gut: Nikita machte den 2ten Platz im Kata Einzel, ich den 3ten. Leider konnten wir unseren Titel im Team nicht verteidigen und mussten einen Platz tiefer rutschen. So müssen wir uns nun mit dem Titel „Deutsche Vizemeister“ begnügen ;-)

Danach ging’s noch in eine weitere Lokalität, eine Bar, doch wir Jüngeren hatten noch was anderes vor, verabschiedeten und kurzerhand und liefen etwa 2 km zu einer Disco, die gut sein sollte – war sie auch, als wir sie endlich gefunden hatten. Nachts um 4 Uhr fuhren wir mit dem Taxi wieder zurück zu unserem Hotel. Voll(,) müde ging’s ins Bett, denn 4 Stunden später klingelte schon unser Wecker. Am nächsten Morgen genossen wir mehr oder weniger das Frühstück, wurden um 9:30 Uhr von meinem Papa abgeholt & ab ging’s Richtung Heimat! Zwischendurch setzten wir Daniel & Josi in Göttingen ab und schlussendlich war ich um etwa 14 Uhr endlich daheim :-)

Jens


Erstellt am 10.05.2010. Letzte Ă„nderung am 10.05.2010 von Roman Mueller