8. Rotenburger Karate-Camp mit dem 5-fachen Europameister Emanuele Bisceglie

Vom 27. bis 29.05.2016 nahmen 61 Karateka am 8. Rotenburger Karate-Camp teil. Das Karate-Dojo Rotenburg (KDR) veranstaltet dieses Camp in erster Linie fĂŒr die Kinder und Jugendlichen des Vereins.

Das bedeutet: drei Tage lang auf Fernsehen und Computer verzichten, keine Eltern und Geschwister; raus aus der gewohnten Umgebung und rein ins Freizeit-Camp. Aber auch Erwachsene nutzten dieses Event um sich weiterzuentwickeln.

Training

Besonders stolz ist der Rotenburger Verein, dass er den 5-fachen Europameister und mehrfachen Deutschen Meister sowie mehrfachen JKA-Cup-Gewinner Emanuele Bisceglie aus Frankfurt als Trainer gewinnen konnte. Bisceglie ist DJKB-StĂŒtzpunkt-Trainer und Trainer im Karate-Dojo Ippon Frankfurt.

Der renommierte Trainer gab am Samstag sein Wissen, seine Erfahrung und seine Leidenschaft fĂŒr das Karate weiter. Absolut prĂ€zise Techniken, Geschwindigkeit und Dynamik vom Feinsten sowie der effektive Einsatz der HĂŒfte und dazu noch ein perfektes Timing. Er begeisterte die Teilnehmer so, dass ihnen dieses Training noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bisceglie ließ es sich nicht nehmen, eine Sondertrainingseinheit fĂŒr die beiden Rotenburger Kata-Teams, welche am 04.06.2016 bei der Deutschen Karate-Meisterschaft starten, abzuhalten und den letzten „Feinschliff“ vorzunehmen.

Auch fĂŒr die Oberstufe fand ein Zusatztraining statt, in dem der Spezialist nĂ€her auf die Details der Kata „Gojoshio-Sho“ einging.

Weitere abwechslungsreiche Trainingseinheiten wurden von den Rotenburger Trainern Volker Sandrock (5. Dan), Alexander Kireew (3. Dan) und Klaus Pietrak (1. Dan) geleitet.

Spiel und Spaß

Zwischen dem Training, das zweimal tÀglich stattgefunden hat, wurden zahlreiche abwechslungsreiche FreizeitaktivitÀten angeboten. Egal ob Toben, Raufen und wilde Spiele sowie verschiedene Ball- und Geschicklich-keitsspiele; immer fiel den Betreuern etwas Neues ein, um die Kinder ihren FÀhigkeiten entsprechend zu fördern.

Grillen

Ein weiterer Höhepunkt war das Grillen am Samstagabend. Die Grillchefs Michael Adam und Ulrich Trieschmann zauberten bei Steaks und WĂŒrstchen ein zufriedenes LĂ€cheln auf die Gesichter der Teilnehmer.

Disziplin und Ordnung

Besonders hervorzuheben ist das disziplinierte Verhalten der Kinder und Jugendlichen. Es gab keinen Streit, sondern nur ein harmonisches Miteinander. Die Nachtruhe wurde eingehalten und die SchlafplÀtze waren stets aufgerÀumt.

Erholung auch fĂŒr die Eltern

Das Freizeit-Camp war aber auch ein Dankeschön an die Eltern dafĂŒr, dass sie ihre Kinder regelmĂ€ĂŸig zum Karatetraining bringen. Ihr Kind in einer verantwortungs-bewussten und umfassenden Betreuung wissend, konnten sie sich ebenfalls ein paar schöne Tage gönnen.

Gute Jugendarbeit

Die DurchfĂŒhrung dieser Veranstaltung stellte fĂŒr die Organisatoren, Betreuer und Jugendgruppenleiter des Vereins eine große Herausforderung dar. Es gab natĂŒrlich viel Arbeit und wenig Schlaf. Doch das harmonische Miteinander, das gegenseitige Helfen und die gute Organisation haben zu einer rundum gelungenen Veranstaltung gefĂŒhrt. Insbesondere hat sich die Anstrengung deshalb gelohnt, weil hier wieder ein großartiges StĂŒck Jugendarbeit geleistet wurde. Karate-Training und die dadurch vermittelten Werte wie Achtung und Respekt, die StĂ€rkung des Selbstbewusstseins, die Anerkennung fĂŒr erbrachte Leistungen und die Möglichkeit des sportlichen KrĂ€ftemessens entwickeln gerade bei jungen Menschen einen starken und friedvollen Charakter. Besonderer Wert wird dabei auf das Sozialverhalten der Kids gelegt. Jugendarbeit, die ihr Ziel - zufriedene und ausgeglichene Kinder - deutlich erreicht hat.

Lob an Betreuer und Helfer

Ein dickes Lob soll an dieser Stelle allen Betreuern und Helfern des Vereines ausgesprochen werden. Ohne sie wĂ€re weder die DurchfĂŒhrung des Camps möglich gewesen, noch hĂ€tte insgesamt das sehr umfangreiche Projekt erfolgreich realisiert werden können.

Viel zu selten wird darĂŒber gesprochen, welche FĂ€higkeiten und Fertigkeiten junge Leute im Rahmen ihres Engagements in den Vereinen lernen: Organisations- und Leitungskompetenz, eigenstĂ€ndiges und selbstverantwortliches Handeln, Kommunikations- und KonfliktfĂ€higkeit. Alles sogenannte Kernkompetenzen, die in modernen Betrieben Voraussetzung sind, um einen guten Job zu bekommen. In Rotenburg wurde deutlich, dass diese FĂ€higkeiten bei vielen Juniorteamern bereits jetzt vorhanden sind.

Fazit

Auch das 8. Rotenburger Karate-Jugendfreizeit-Camp war ein voller Erfolg! Drei Tage ohne Eltern und Geschwister gemeinsam leben, ĂŒbernachten, spielen, trainieren, essen und lachen; das bekommen Kinder und Jugendliche sonst nur selten geboten.


Erstellt am 08.06.2016. Letzte Änderung am 08.06.2016 von Volker Sandrock